Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für die Nutzung der Plattform „Randomify“ (nachfolgend „Dienst“), betrieben von der CASE.DE GmbH, Wittestr. 60, 53225 Bonn (nachfolgend „Anbieter“).
(2) Der Dienst richtet sich an Gewerbetreibende, Influencer und Content Creator (nachfolgend „Nutzer“), die Gewinnspiele auf sozialen Medien fair und transparent durchführen möchten.
(3) Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) Randomify ermöglicht Nutzern, Gewinnspiele auf sozialen Medien (derzeit Instagram) über offizielle Plattform-APIs durchzuführen. Dazu gehören:
- Verknüpfung des Instagram-Kontos via offiziellem OAuth-Verfahren
- Abruf von Beiträgen und Kommentaren über die Instagram Graph API
- Erstellung und Verwaltung von Gewinnspielen
- Automatische Erfassung von Teilnehmern (Kommentatoren)
- Transparente, kryptographisch nachvollziehbare Gewinnziehung
- Öffentlich überprüfbare Verifizierung der Ziehungsergebnisse
(2) Der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang des Dienstes jederzeit zu erweitern, einzuschränken oder zu ändern, sofern dies für den Nutzer zumutbar ist.
(3) Der Dienst wird „wie besehen“ (as is) bereitgestellt. Der Anbieter garantiert keine bestimmte Verfügbarkeit und bemüht sich um einen möglichst unterbrechungsfreien Betrieb.
§ 3 Registrierung und Konto
(1) Die Nutzung des Dienstes setzt eine Registrierung voraus. Der Nutzer ist verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben zu machen und seine Zugangsdaten geheim zu halten.
(2) Jeder Nutzer darf nur ein Konto führen. Der Nutzer haftet für alle Handlungen, die über sein Konto vorgenommen werden.
(3) Der Anbieter behält sich vor, Konten bei Verstoß gegen diese AGB oder bei Verdacht auf Missbrauch zu sperren oder zu löschen.
§ 4 Verbindung mit sozialen Medien
(1) Zur Nutzung des Dienstes verbindet der Nutzer sein Instagram-Konto über den offiziellen OAuth-Flow von Meta Platforms. Der Nutzer erteilt dabei die Berechtigung zum Zugriff auf seine Beiträge und deren Kommentare.
(2) Der Nutzer kann die Verbindung jederzeit in den Einstellungen trennen. Mit dem Trennen werden das gespeicherte Zugriffstoken und die Kontodaten unwiderruflich gelöscht.
(3) Der Nutzer bestätigt, dass er berechtigt ist, das verknüpfte Instagram-Konto zu nutzen und Gewinnspiele über dieses Konto durchzuführen.
§ 5 Gewinnspiele
(1) Der Nutzer ist als Veranstalter allein verantwortlich für die Rechtmäßigkeit seiner Gewinnspiele. Dazu gehören insbesondere:
- Einhaltung der Nutzungsbedingungen der jeweiligen Plattform (z. B. Instagram-Promotionsrichtlinien)
- Einhaltung aller anwendbaren Gesetze, insbesondere des Wettbewerbsrechts (UWG), des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) und der DSGVO
- Erstellung und Veröffentlichung eigener Teilnahmebedingungen für jedes Gewinnspiel
- Klarstellung, dass das Gewinnspiel in keiner Verbindung zu Instagram/Meta steht
(2) Der Anbieter stellt lediglich die technische Infrastruktur zur Verfügung und wird nicht Vertragspartner der Gewinnspielteilnehmer.
(3) Randomify haftet nicht für die Inhalte der vom Nutzer durchgeführten Gewinnspiele oder für Ansprüche Dritter (Teilnehmer) gegen den Nutzer.
§ 6 Ziehung und Transparenz
(1) Die Gewinnziehung erfolgt über einen kryptographisch abgesicherten Zufallsalgorithmus (SHA-256-basierter seeded PRNG). Jede Ziehung ist deterministisch nachvollziehbar.
(2) Jede Ziehung erhält einen öffentlich zugänglichen Verifizierungscode, über den das Ergebnis unabhängig überprüft werden kann.
(3) Der Nutzer erklärt sich damit einverstanden, dass Ziehungsergebnisse (Kandidatenliste, Ausschlüsse, Gewinner) über den Verifizierungscode öffentlich einsehbar sind.
§ 7 Datenschutz
(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß unserer Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Nutzer über Randomify personenbezogene Daten Dritter verarbeitet (z. B. Kommentardaten von Gewinnspielteilnehmern), ist der Nutzer Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Der Anbieter agiert als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Die Einzelheiten regelt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung, der Bestandteil dieser AGB ist.
(3) Der Nutzer verpflichtet sich, die Teilnehmer seiner Gewinnspiele in seinen eigenen Teilnahmebedingungen über die Datenverarbeitung durch Randomify zu informieren.
§ 8 Pflichten des Nutzers
Der Nutzer verpflichtet sich:
- den Dienst nicht für rechtswidrige Zwecke zu nutzen
- keine automatisierten Zugriffe (Bots, Scraping) auf den Dienst durchzuführen
- die Plattform-Nutzungsbedingungen (insbesondere von Instagram/Meta) einzuhalten
- keine Gewinnspiele durchzuführen, die gegen geltendes Recht verstoßen
- seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und den Anbieter bei Verdacht auf Missbrauch unverzüglich zu informieren
§ 9 Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters beruhen, sowie für Schäden, die von der Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz umfasst werden.
(2) Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(4) Der Anbieter haftet nicht für die Verfügbarkeit oder Funktionsfähigkeit der Instagram Graph API oder anderer Drittanbieterdienste.
§ 10 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.
(2) Der Nutzer kann sein Konto jederzeit in den Einstellungen löschen. Mit der Löschung werden alle personenbezogenen Daten des Nutzers unwiderruflich entfernt, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 11 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Der Nutzer wird über Änderungen per E-Mail informiert.
(2) Widerspricht der Nutzer der Änderung nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird den Nutzer in der Änderungsmitteilung auf die Bedeutung der Frist und das Widerspruchsrecht hinweisen.
§ 12 Kostenpflichtige Abonnements (PRO)
(1) Der Dienst kann in einer kostenlosen Variante („FREE“) sowie als kostenpflichtiges Abonnement („PRO“) genutzt werden. Der PRO-Tarif kann wahlweise monatlich zu 19,99 € oder jährlich zu 99,99 € abgeschlossen werden. Alle Preise verstehen sich inklusive der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Abwicklung der Zahlungen erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.). Mit Abschluss des Abonnements stimmt der Nutzer der Verarbeitung seiner Abrechnungsdaten durch Stripe gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.
(3) Das Abonnement verlängert sich automatisch um die jeweils gewählte Laufzeit (einen Monat bzw. ein Jahr), sofern es nicht vor Ablauf der laufenden Abrechnungsperiode gekündigt wird. Die Abbuchung der Vergütung für die Folgeperiode erfolgt jeweils zu Beginn der neuen Periode.
(4) Der Nutzer kann das PRO-Abonnement jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen. Die Kündigung sowie die Verwaltung von Zahlungsmethoden und Rechnungen erfolgt über das Stripe-Kundenportal, das aus dem Konto des Nutzers erreichbar ist. Nach Ablauf der bezahlten Periode wird das Konto automatisch auf den kostenlosen FREE-Tarif zurückgestuft; bereits erbrachte Zahlungen werden nicht anteilig erstattet.
(5) Soweit der Nutzer Verbraucher ist, steht ihm ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Der Nutzer kann jedoch ausdrücklich verlangen, dass der Anbieter mit der Ausführung der kostenpflichtigen Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt. In diesem Fall erlischt das Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Leistung; bei teilweiser Erbringung schuldet der Nutzer einen angemessenen Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen. Gewerbliche Nutzer (Unternehmer im Sinne des § 14 BGB) haben kein Widerrufsrecht.
(6) Der Anbieter behält sich vor, die Preise für künftige Abrechnungsperioden mit angemessener Vorankündigung per E-Mail zu ändern. Widerspricht der Nutzer der Preisänderung nicht und kündigt er nicht, gilt die Änderung mit Beginn der nächsten Abrechnungsperiode als angenommen.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand Bonn.
(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(4) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Stand: März 2026